29.08.2016

Christian Oswald besteht erfolgreich Meisterprüfung

Starthilfe durch DLZ-Projekt „Perspektive Ausbildung Vorderpfalz (PAV)“

v. l. Birgit und Marc Seidenstricker, Christian Oswald, Christian StephanChristian Oswald, der vor einigen Jahren seine Berufsausbildung mit Unterstützung des Dienstleistungszentrum Handwerk begann, hat mittlerweile eine Bilderbuchkarriere hingelegt. Der heute 31-jährige war von 2005 bis 2009 Teilnehmer der Jugendfördermaßnahme PAV. Nunmehr hat Oswald seine Meister-Prüfung vor der Handwerkskammer Mannheim mit Erfolg abgelegt.

Oswald, der sich seit Anfang dieses Jahres mit gutem Stolz Kraftfahrzeug-Techniker-Meister nennen darf, kam 2005 nach einer abgebrochenen Ausbildung bei der BASF zum Dienstleistungszentrum Handwerk. Als Teilnehmer der ersten Jugendfördermaßnahme des Dienstleistungszentrums wurde er vom damaligen PAV-Team bei der Vermittlung in seine Berufsausbildung unterstützt und durch seine gesamte Ausbildungszeit hindurch sozialpädagogisch betreut und begleitet.

Die Jugendfördermaßnahme firmiert seit einigen Jahren unter dem Kürzel VEMIA „Vermittlung in Arbeit und Ausbildung“. Nicht nur der Name, auch die mögliche Dauer der Betreuungszeit hat sich geändert. Konnte das Team in den Anfangsjahren noch bis zur Gesellenprüfung für Teilnehmer und Betriebe unterstützend tätig sein, so ist diese Phase mittlerweile auf sechs Monate nach Ausbildungsbeginn geschrumpft. - Was sich nicht geändert hat, ist das große Engagement der im Team arbeitenden Sozialpädagogen, Lehrer und Bildungsbegleiter, die nach wie vor alles daransetzen, die ihnen anvertrauten Jugendlichen für einen erfolgreichen Übergang von der Schule in die Berufswelt fit zu machen und sie bei den ersten Schritten im Berufsleben zu begleiten.

Für Christian Oswald konnte damals ein Ausbildungsplatz zum Kfz-Mechatroniker beim Autohaus Seidenstricker in Altrip gefunden werden. In dem Handwerksbetrieb und dem Team um den Betriebsinhaber und Kfz-Meister Marc Seidenstricker fand der Auszubildende beste Bedingungen, um seine Lehrzeit mit Erfolg abzuschließen. Deshalb ist Oswald auch nach seiner Gesellenprüfung im Autohaus geblieben. Dazu Marc Seidenstricker: „Wir haben ihm in unserem Betrieb eine Chance gegeben und es nicht bereut. Oswald hat als Geselle signalisiert, dass er mehr Verantwortung übernehmen und sich weiterbilden will. Darauf bin ich gerne eingegangen.“

Die Meisterschule besuchte der Kfz-Mechatroniker-Geselle in Mannheim. An der dortigen Heinrich-Lanz-Schule I lernte er nicht nur den Umgang mit zukunftsweisender Fahrzeugtechnologie, sondern er erwarb auch das notwenige Fachwissen in Marketing, Personalwesen, strategischer Unternehmensführung und anderen prüfungsrelevanten Managementfächern. Der Unterricht fand montags bis donnerstags nach seiner Tätigkeit im Autohaus statt, manchmal auch am Samstag. Wie der Schulleiter Albrecht Hauck bestätigt, bringen nicht alle Meisterschüler dies auch erfolgreich zu Ende. Hauck: „Diese zweijährige Teilzeitausbildung erfordert von den Teilnehmern viel Engagement und Disziplin. Christian Oswald hat dies nachdrücklich unter Beweis gestellt. Er war ein guter Schüler.“ Oswald selbst ist es wichtig darauf hinzuweisen, dass er in diesen zwei Jahren Meisterschule sowohl im privaten Bereich als auch von Seiten seines Betriebes große Rückendeckung erfahren hat, für die er dankbar ist. Deshalb wird er dem Autohaus Seidenstricker in Altrip auch als Kraftfahrzeug-Techniker-Meister weiterhin die Treue halten.