26.02.2016

Fachkräftemangel wirkungsvoll bekämpft

Dienstleistungszentrum Handwerk schließt Projekt in der Südpfalz erfolgreich ab

Das vom Dienstleistungszentrum Handwerk in Ludwigshafen konzipierte Projekt „Zukunftsoption Fachkraft“ wurde in seiner 3. Auflage im Jahr 2015 in der Südpfalz umgesetzt.

Der Auftrag des Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie Rheinland-Pfalz lautete, 120 kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) in den Städten Neustadt und Landau, sowie den Landkreisen Bad Dürkheim, Germersheim und Südliche Weinstraße bei der Verbesserung ihrer Wettbewerbsfähigkeit und langfristigen Sicherung von Arbeitsplätzen nachhaltig zu unterstützen. Dies auch mit der Förderung von Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF).

Bei einer Pressekonferenz legte Hauptgeschäftsführer Rainer Lunk nun die Bilanz dieses Projektes vor. Er konnte eine Punktlandung vermelden, denn die Vorgabe von 120 Betrieben, welche abschließende Handlungsempfehlungen erhielten, wurde exakt umgesetzt. Den größten Anteil mit 44 Unternehmen (36,7 %) stellte das SHK-Handwerk, gefolgt von 37 Firmen (30,8%) der Kfz-Branche. Auf den nächsten Plätzen lagen Metallbau mit 16 Betrieben (13,3%) und Elektro mit 13 Firmen (10,8%).

Ansprechpartner für das Mitarbeiterteam des Dienstleistungszentrum Handwerk waren die Inhaber und Geschäftsführer, somit Entscheidungsträger in den Betrieben. Ihnen wurde auf Wunsch das Projekt in einem persönlichen Gespräch vorgestellt. Erklärte der Firmeninhaber sein Einverständnis, erfolgte vor Ort im Unternehmen eine detaillierte Datenerhebung. Auf Basis dieser Informationen wurden die Ziele der Betriebe, Anforderungen ihrer Branche und spezielle Hemmnisse ausgelotet. Aufgrund dieser Erhebungen und eines intensiven Austausches erstellten die Betriebsanalytiker Handlungsempfehlungen für die Unternehmen. Hierbei genossen in der Regel die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und eine effektive Personalentwicklung höchste Priorität. Zielführende Weiterbildungsmöglichkeiten in Form von Kursen, bedarfsorientierten Seminaren und Qualifizierungen standen im Fokus einer nachhaltigen Personalentwicklung.

Wesentliche Punkte waren die Aktivierung vorhandener Potentiale, um u. a. durch gezielte Umstrukturierungen und die Weiterbildung der Mitarbeiter dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken. Hierzu erhielten die Betriebe in ihren Handlungsempfehlungen  konkrete Vorschläge zur praktischen Umsetzung. Die Betriebsinhaber zeigten sich bei der durchgeführten abschließenden Befragung dankbar für diese Unterstützung. Resümierend konnte festgestellt werden, dass die empfohlenen Maßnahmen in zahlreichen Firmen erste Früchte trugen. Insbesondere das Aufzeigen von Fördermöglichkeiten im Qualifizierungsbereich half den Unternehmen auch ihre Finanzmittel effektiv einzusetzen und damit Geld zu sparen.

Mit Beginn dieses Jahres führt das Dienstleistungszentrum Handwerk den 4. Auftrag zum Projekt „Zukunftsoption Fachkraft“ aus. Zielvorgabe ist die Unterstützung von 120 mittleren und kleinen Unternehmen, bis zu einer Beschäftigungszahl von 250 Mitarbeitern, im Donnersbergkreis, Landkreis Kaiserslautern, Landkreis Bad Kreuznach und der Stadt Bad Kreuznach. Unterstützung bei der Ansprache von Betrieben erhält das Dienstleistungszentrum Handwerk in Ludwigshafen von der Kreishandwerkerschaft Westpfalz und der Kreishandwerkerschaft Bad Kreuznach.

Rainer Lunk dankte hierfür seinen Hauptgeschäftsführerkollegen Helmut Knieriemen (Kreishandwerkerschaft Westpfalz) und Gerhard Schlau (Kreishandwerkerschaft Bad Kreuznach). Sein Dank galt auch dem Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie Rheinland-Pfalz, das mit Unterstützung aus dem Europäischen Sozialfonds diese Initiative fördert.

Seit dem Start dieses Projektes zu Beginn des Jahres 2013 konnten rund 400 Unternehmen begleitet und unterstützt werden. Das Mitarbeiterteam von ­Abteilungsleiter Christian Mohr im Dienstleistungszentrum Handwerk verfügt somit über reichhaltige und fundierte Erfahrungen auf diesem Gebiet.