18.10.2016

Im Gespräch mit Familie Babas; Betreiber der Griechischen Taverne „Mythos“ im Haus des Handwerks

Bereits die alten Griechen waren Genießer. Alle Mahlzeiten waren für sie richtige Zeremonien. Mit Tischsitten, Ritualen und Dekoration wurden die griechischen Speisen genossen. Sie verfolgten damit das Ziel, die Harmonie von Leib und Seele zu erreichen. Bei der Zubereitung der Speisen verfügten Sie im Geschmack und der optischen Darstellung über eine ausgeprägte Fantasie.

In der griechischen Taverne „Mythos“ in Ludwigshafen, welche seit dem Jahr 2009 die Pforten für ihre Gäste geöffnet hat, erwartet diese bei mediterranem Ambiente eine kulinarische Reise durch Griechenland. Über 7 Jahre Gastfreundschaft und gutes Essen waren für uns Grund genug, mit der Inhaberfamilie Babas über ihren Erfolg zu sprechen:

DLZ Aktuell: Familie Babas, am 01. Januar  2009 haben Sie Ihre Taverne in unserem Haus in Ludwigshafen eröffnet. Wie hat sich die Gaststätte in den vergangenen Jahren entwickelt?

Babas: Zu Beginn kamen überwiegend griechische Gäste (Bekannte, Verwandte). Die Preise waren sehr günstig - natürlich auch, um neue Gäste anzulocken. Hierbei haben Verwandte in der Küche und im Service ausgeholfen, um die Personalkosten moderat gestalten zu können. Bei den Griechen gibt es einen großen Zusammenhalt in der Familie. Nach ca. 1 Jahr hat sich rumgesprochen, dass das Essen gut und die Preise moderat sind. Auch die Unterstützung der Kreishandwerkerschaft, die nach vielen Sitzungen und Veranstaltungen mit den Teilnehmern bei uns essen gingen, hat uns sehr geholfen, Fuß zu fassen. Im Laufe der Zeit gab es immer mehr Zulauf durch Mund-zu-Mund-Propaganda, so dass der Mittagstisch und auch die Abendstunden inzwischen gut besucht sind. Mittlerweile sind wir über die Grenzen von Ludwigshafen hinaus bekannt und geschätzt, was sich auch in etlichen Gastronomie-Online-Bewertungsportalen zeigt. Hier werden seit längerer Zeit oberste Plätze im Ranking der besten Restaurants belegt. Darauf sind wir schon ein bisschen stolz.

DLZ Aktuell: Wie haben sich die Gäste in dieser Zeit entwickelt?
Babas: Mittlerweile haben wir eine hohe Anzahl an Stammgästen. Es kommen viele Mitarbeiter und Führungskräfte von umliegenden Banken, Einzelhandelsgeschäften, der Stadtverwaltung, Krankenkassen und Versicherungen, sie kommen aber nicht nur zum Mittagstisch, sondern auch abends mit ihren Lebenspartnern. Es finden auch viele Firmenveranstaltungen bei uns statt, von Arbeits- und Gruppenessen, Besprechungen, Geburtstagen bis zu Weihnachtsfeiern usw.

DLZ Aktuell: In letzter Zeit wurde der Ludwigsplatz umgestaltet und soll nach Fertigstellung mehr Außenfläche für die Gastronomie bieten. Gefällt ihnen der Umbau?

Babas: Es gibt jetzt viel mehr Platz und der Gehweg ist auch schöner geworden
Leider wurde aber mit zu viel Beschilderung Platz genommen, bzw. die Stellmöglichkeiten von Stühlen und Tischen eingeschränkt. Aber ansonsten sind wir sehr zufrieden. Der Umbau trägt schon zu einem gemütlicheren Ambiente bei. Den Rest haben wir mit Pflanzen verschönert.

DLZ Aktuell: Wo sehen sie die größten Unterschiede zwischen der griechischen und der deutschen Mentalität?

Babas: Die Griechen sind in ihren Restaurants grundsätzlich großzügiger als andere Nationalitäten, zum Beispiel einen Ouzo oder einen Kleckser Tzatziki gibt es immer gratis dazu. Allgemein gehen Griechen mehr aus und feiern ausgelassener. Aber: Wenn das Herz eines Deutschen (durch Gastfreundschaft und gutes Essen) einmal gewonnen ist, dann sind diese sehr loyal, kommen immer wieder, machen gute Mund-zu-Mund-Propaganda und bringen das nächste Mal Freunde mit. Sie brauchen etwas länger zum Auftauen, aber wir mögen sie sehr.

DLZ Aktuell: Wo sehen die Gäste Ihre persönliche Stärken?

Babas: Wir bekommen oft gesagt, dass wir immer freundlich sind und die Leute gern zu uns kommen, das freut uns natürlich sehr. (Während des Interviews haben dies mehrere Gäste des Lokals bestätigt. Sie sagten, man kommt hierher wie zu seiner eigenen Familie; vor allem die Art von der Chefin Eleni sei toll.) Wir legen großen Wert auf gleichbleibende sehr gute Qualität. Es wird jeden Tag frisch eingekauft und frisch zubereitet. Und wenn mal was danebengeht, gibt es nichts, was ein kostenloser leckerer Nachtisch, ein paar liebe Worte und ein Ouzo nicht wieder gut machen könnten.

Wir möchten uns auf diesem Wege bei allen unseren Gästen herzlich für ihre Treue und Unterstützung bedanken. Wir werden auch weiterhin unser Bestes geben, damit Sie Ihren Aufenthalt in unserer Gaststätte in schöner Erinnerung behalten.
v. l. Grillgeselle Abas Bagheri-Arya, Herz u. Seele der Gaststätte Eleni Delegianni, Chef und Grillmeister Nikolaos „Niko“ Babas, Köchin Miranda Carkanji und  Abteilungsleiter Mike Lemke