19.07.2017

Ministerpräsidentin Malu Dreyer besucht Dienstleistungszentrum Handwerk in Ludwigshafen

„Ich gehe auf Sommerreise durch die verschiedenen Regionen unseres Landes, um mir vor Ort wichtige Projekte, Initiativen und Ideen anzusehen“, erklärte  Ministerpräsidentin Malu Dreyer vor dem Antritt ihrer 3-tägigen Tour. Als im Vorfeld aus der Staatskanzlei das Interesse der Ministerpräsidentin an einem Besuch im Dienstleistungszentrum Handwerk signalisiert wurde, löste dies natürlich Freude bei den Verantwortlichen aus. Hauptgeschäftsführer Rainer Lunk sah dies als Wertschätzung und erteilte spontan seine Zusage.

Gemeinsam mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer kamen Jutta Steinruck, Mitglied des Europaparlaments und Anke Simon, Mitlgied des Landtags aus Ludwigshafen ins Dienstleistungszentrum Handwerk, um sich über die vielfältigen Projekte des Hauses zu informieren. Die Ministerpräsidentin zeigte sich voll des Lobes, ob der vielfältigen Angebote, die das  Dienstleistungszentrum den Handwerksbetrieben in der Region bietet. Das DLZ sei „gut vernetzt und nah an den Unternehmen“, sagte die Ministerpräsidentin.

Besonders das Anfang des Jahres gestartete Pilotprojekt „HandNetzWerk“  erregte ihr Interesse. Projektleiter Daniel Roth hatte Gelegenheit, es während  dieser Veranstaltung vorzustellen.

Das Projekt, welches aus Mitteln des europäischen Sozialfonds gefördert wird und das vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Demografie  Rheinland-Pfalz in Auftrag gegeben wurde, macht kleine und mittlere  Unternehmen fit für die digitale Zukunft. Dafür besuchen die Betriebsanalytiker  die Betriebe und führen dort eine Erstanalyse durch, in der sie den digitalen  Reifegrad ermitteln und die Geschäftsprozesse auf mögliche digitale Anwendung hin prüfen. Die Analyse wird in einer Handlungsempfehlung aufbereitet, in der  auch weitere wichtige Themenfelder der Digitalisierung behandelt werden, wie etwa die IT-Sicherheit oder die Vernetzung mit anderen 4.0-Akteuren. Die  ausgearbeitete Handlungsempfehlung wird daraufhin in den Betrieben  vorgestellt. Den Abschluss bildet der Workshop am Jahresende, auf den alle  teilnehmenden Betriebe eingeladen werden. Dort werden den Betrieben u. a.  Maßnahmen vorgestellt, mit denen sie neue digitale Geschäftsmodelle  entwickeln können.

Die Ministerpräsidentin zeigt sich besonders von dem ganzheitlichen Ansatz des Projekts angetan und sieht darin eine tolle Möglichkeit für kleine und mittlere Unternehmen sich kostenfrei über die Chancen, die in der Digitalisierung liegen zu informieren und das nötige Umsetzungswissen zu erlangen.

Damit passt das Projekt „HNW“ perfekt zur digitalen Agenda, die die Ministerpräsidenten Malu Dreyer ausgerufen hat. „Ich will die Digitalisierung gestalten. Meine Landesregierung will in allen Politikfeldern digitale Lösungen und Anwendungen vorantreiben. Unser Ziel ist es, Land und Leute zu vernetzen. Gemeinsam wollen wir Rheinland-Pfalz zu einem Musterland der Digitalisierung machen.“ Diesen Anspruch zu verwirklichen ist das Ziel der, sich in Entwicklung befindlichen, Digitalstrategie Rheinland-Pfalz.

Hauptgeschäftsführer Rainer Lunk zeigte sich überzeugt von der Notwendigkeit eine solche Strategie zu entwickeln und versprach der Ministerpräsidentin sein Haus werde als starker Partner an ihrer Seite stehen und weiter daran arbeiten die Digitalisierung in die Handwerksbetriebe hineinzutragen.

Die Digitalisierung des Handwerks, als ein treibender und wichtiger  Wirtschaftsfaktor im Land, ist für den Erfolg dieser Strategie essentiell. Doch  gerade kleine und mittlere Unternehmen zeigten sich noch zurückhaltend bei  der Entwicklung und Implementierung eigener 4.0-Lösungen. Das liegt unter  anderem an den kleinen Betriebsgrößen, wodurch die Firmenchefs oft selbst  stark ins operative Tagesgeschäft eingebunden sind. Es fehlt ihnen der  Freiraum, selbstständig eine Digitalisierungsstrategie zu entwickeln. Dass in der Digitalisierung gerade Chancen liegen, diese Freiräume zu schaffen ist eine  wichtige Botschaft dieses Modellprojektes, so Projektleiter Daniel Roth.

Hauptgeschäftsführer Rainer Lunk und Abteilungsleiter Christian Mohr gaben im Rahmen des Treffens mit der Ministerpräsidentin einen Überblick über weitere aktuelle Projekte des Dienstleistungszentrums Handwerk.

Rainer Lunk stellte die von ihm ins Leben gerufene Gütegemeinschaft Lebensgerechte Handwerksleistungen e. V. und die Projekthintergründe vor.

Die Ministerpräsidentin zeigte sich auch hiervon sehr beeindruckt. 50 bereits zertifizierte Betriebe in diesem Bereich seien eine stolze Zahl in der kurzen Zeit seit der Gründung dieser Organisation.

Die Vorstellung der aktuellen Projekte des Dienstleistungszentrums Handwerk wurde abgerundet durch die kurze Beschreibung der Maßnahmen  „Demografiefest im Handwerk“, das Projekt „PKF - Perspektiven für KMU und Flüchtlinge“, das Projekt IvF - Integration von Flüchtlingen und das Projekt „ZuFa – Zukunftsoption Fachkraft“ durch Abteilungsleiter Christian Mohr.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Europaparlamentsabgeordnete Jutta Steinruck und das Mitglied des Landtages Anke Simon würdigten die Fülle der erfolgreich umgesetzten Projekte und betonten den Dialog über dieses Treffen hinaus fortsetzen zu wollen.

Von links nach rechts: Jutta Steinruck, Mitglied des Europaparlaments, Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Hauptgeschäftsführer Rainer Lunk