Neuwahl Innung der Elektro- und Informationstechnik Vorderpfalz
Auf der Jahreshauptversammlung der Innung der Elektro- und Informationstechnik Vorderpfalz wurde im November Bernd Krüger (Ludwigshafen) als Obermeister wiedergewählt. Neuer Stellvertreter ist Frank Heiser aus Lambsheim. Als Lehrlingswart des vorderpfälzischen Elektrohandwerks wurde Heinz-Georg Holl (Bobenheim-Roxheim) für eine weitere Amtszeit bestätigt. Weitere Vorstandmitglieder sind Tim Arnheiter (Ludwigshafen), Jürgen Netter (Waldsee), Reinhold Schall (Römerberg), Stefan Scharfenberger (Ludwigshafen), Hans-Peter Schwaderlapp (Ludwigshafen), Udo Tartter (Lambsheim) und Hans Walter Zöllner (Maxdorf).
Der alte und neue Obermeister Bernd Krüger gratulierte zu Beginn dem Ehrenobermeister Bernd Heiser nochmals nachträglich zur Verleihung des Goldenen Meisterbriefes. Krüger erläuterte, dass das vorderpfälzische Elektrohandwerk zurzeit mit Aufträgen gut ausgelastet sei. Unbefriedigend sei jedoch die Suche nach qualifiziertem Personal. Krüger: „Wir suchen nicht nur Kabelzieher, sondern vielmehr gut ausgebildete und selbstständig arbeitende Mitarbeiter.“ Diese seine jedoch zurzeit auf dem Markt nicht zu haben. Vielmehr müsse man häufig mit nicht qualifizierten Leihkräften Vorlieb nehmen.
In seinem Vortrag ging Bernd Krüger weiter auf die Themen Smart Grid, Smart Home, elektronische Haushaltszähler (eHZ-Technik), Elektromobilität und die künftige Speicherung von Energie ein. Diese Neuerungen bringen nach Ansicht des Obermeisters viele gute Chancen für das Elektrohandwerk der Zukunft mit sich. Voraussetzung sei jedoch, dass sich die Innungsbetriebe frühzeitig mit den neuen Technologien auseinandersetzen. Was von Innungsseite hierzu erforderlich sei, würde getan. Im Hinblick auf moderne und vor allen Dingen intelligente Steuerungssysteme verwies Krüger auf die weltgrößte Messe für Licht und intelligente Gebäude, die „Light + Building“, die vom 15. bis 20. April in Frankfurt stattfinden wird und bei der die Themen Energieeffizienz, Digitalisierung von Licht und Gebäuden sowie Entwicklung von Gebäuden zum effizienten Energieverbraucher, -speicher und -erzeuger im Mittelpunkt stehen werden.
Anlass zur Sorge bereitet im vorderpfälzischen Elektrohandwerk nach wie vor die unbefriedigende Nachwuchssituation. Hier habe man in der zurückliegenden Periode zahlreiche Aktivitäten auf den Weg gebracht, wie zum Beispiel der direkte Kontakt zu Schulen, die jedoch noch nicht den erwünschten Erfolg brachten. Deshalb muss auf die Gewinnung von Jugendlichen für eine Ausbildung im Elektrohandwerk nach Auffassung Krügers auch künftig ein wesentlicher Schwerpunkt der Innungsarbeit gelegt werden. Der Obermeister: „Wenn wir zukünftig etwas bewegen wollen, brauchen wir gut ausgebildete Fachleute. Ohne diese geht nichts. Deshalb wollen und müssen wir ausbilden.“ Im Zusammenhang mit Möglichkeiten zur Ansprache und Akquise von Jugendlichen für eine Ausbildung im Bereich der Elektro- und Informationstechnik wird nach Krüger auch diskutiert, ob man sich im September des kommenden Jahres an „Sprungbrett“, der Ludwigshafener Messe für Ausbildung, Studium und Weiterbildung, beteiligen wird.
Weiter ging der alte und neue Obermeister in seiner Ansprache darauf ein, dass man im zu Ende gehenden Jahr mehrere E-CHECK-Seminare durchgeführt habe. Zum Thema E-CHECK stehe den Innungsmitgliedern nunmehr auch über die Möglichkeiten zur Information und Schulung offen. Hier wurden z. B. Beratungsvideos über Gespräche mit privaten und gewerblichen Kunden eingestellt. Weiterhin seien Broschüren bestellbar, anhand derer mögliche Fragen und Antworten beim Kundengespräch aufgearbeitet werden. Krüger empfahl allen Innungsbetrieben, die zur Verfügung stehenden Informationen für die erfolgreiche Bewältigung der zukünftigen Herausforderungen intensiv zu nutzen.
Zum Abschluss seiner Rede ging Krüger auf die stets gute Zusammenarbeit mit der Kreishandwerkerschaft Vorderpfalz ein. Er dankte dieser für die im zu Ende gehenden Jahr geleistete Arbeit und sprach dem gesamten Team im Namen der Innung ein großes Lob aus.
Abteilungsleiterin Heidi Reichling bedankte sich seitens der Kreishandwerkerschaft für die Anerkennung. Auch aus ihrer Sicht sei die Zusammenarbeit mit der Innung der Elektro- und Informationstechnik als uneingeschränkt positiv zu bewerten. Sie erläuterte den Innungsmitgliedern, neben anderen Dienstleistungen, die Jahresrechnung 2010 sowie den Haushalt 2012. Beide wurden von der Mitgliederversammlung einstimmig genehmigt.
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