12.12.2011

Sprungbrett für Karriere im Handwerk

Bereits zum achten Mal wurde die Informations- und Kommunikationsmesse „Sprungbrett“ am 16. und 17. September in der Ludwigshafener Friedrich-Ebert-Halle durchgeführt. Mit insgesamt 131 Ausstellern und mehr als 12.000 Besuchern aus einem Einzugsbereich, der weit über die Metropolregion Rhein-Neckar hinausgeht, konnte der Veranstalter, die LUKOM Ludwigshafener Kongress- und Marketing-Gesellschaft, erneut Rekordzahlen vorweisen. Auf
1.600 Quadratmetern Ausstellungsfläche präsentierten regionale Unternehmen, Verbände und weitere Einrichtungen über 300 Ausbildungsberufe und berufliche Weiterbildungsmöglichkeiten. Zudem informierten 35 Hochschulen über mehr als 650 Studiengänge. Mit einem innovativen Konzept präsentierte sich das regionale Handwerk auf der Sprungbrett 2011. Im „Handwerkszentrum“, einem gemeinsamen Messestand, informierten acht Handwerksinnungen sowie das Dienstleistungszentrum Handwerk in kompakter Form erstmals gemeinsam über Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten im Handwerk. Beteiligt waren die Bäcker-Innung Pfalz-Rheinhessen, die Fleischer-Innung Vorderpfalz, die Gebäudereiniger-Innung Rheinhessen-Pfalz, die Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Vorderpfalz, die Innung Sanitär-Heizung-Klempnertechnik Vorderpfalz, die Kosmetiker-Innung der Pfalz, die Maler- und Lackierer-Innung Vorderpfalz sowie die Schreiner-Innung Vorderpfalz. Hauptgeschäftsführer Rainer Lunk und Abteilungsleiterin Katja Gröschel hatten sich im Vorfeld der Messe  gemeinsam mit dem Veranstalter LUKOM viele Gedanken zu einem gelungenen Messeauftritt des Handwerks, erstmals in dieser kompakten Form gemacht. Das Design der Messestände wurde aufeinander abgestimmt. An fast allen Ständen erhielten die jungen Messebesucher die Möglichkeit, sich Ausbildungsfilme zu ihren Traum-Handwerksberufen anzuschauen. Viele Mitmach-Aktionen luden zur aktiven Beteiligung ein. Bei der Fleischer-Innung Vorderpfalz, der Gebäudereiniger-Innung Rheinhessen-Pfalz, der Innung Sanitär-Heizung- Klempnertechnik Vorderpfalz, der Kosmetiker-Innung der Pfalz und der Schreiner-Innung Vorderpfalz präsentierten auch Auszubildende ihre Berufe in der Praxis. Informationen über Ausbildungsmöglichkeiten im Handwerk gab es im Handwerkzentrum nicht nur auf den Großbildschirmen an den Innungsständen, im persönlichen Gespräch oder in Form von Broschüren. Am Stand der Schreiner-Innung konnten sich interessierte Jugendliche selbst bei der Holzbearbeitung mit Hobel und Säge versuchen, bei der Gebäudereiniger-Innung ihre Fähigkeiten bei der professionellen Fensterreinigung unter Beweis stellen und sich nach erfolgreich bewältigter Arbeit bei den Vertreterinnen der Kosmetiker-Innung durch eine fachmännische Gesichtsmassage verwöhnen lassen. Für den Bereich des Kfz-Gewerbes war außer der Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Vorderpfalz auch wieder der Fahrzeugrestaurierungs-Betrieb Kemmer & Hein OHG aus Speyer mit einem eigenen Messestand vertreten. Am Stand des Betriebes, dessen geschäftsführender Gesellschafter Matthias Kemmer für sein Engagement in der Berufsausbildung 2007 mit dem Heribert-Späth-Preis des Deutschen Handwerks ausgezeichnet wurde, konnten die Messebesucher unter fachlicher Anleitung den Zylinderkopf eines Kfz-Motors montieren. Komplettiert wurde der starke Auftritt der Innungen durch das Sprungbrett-Team des Dienstleistungszentrums Handwerk mit Walter Krupp und Jan Walter sowie den beiden Auszubildenden Anna Laubner und Milena Stuck. Das Dienstleistungszentrum hatte im Vorfeld der Messe Listen der Innungsbetriebe vorbereitet, die den an einem handwerklichen Praktikum oder an einer handwerklichen Ausbildung interessierten Jugendlichen die Kontaktaufnahme mit Betrieben aus der Region erleichtern und die bei den Messebesuchern reißenden Absatz fanden. Von Seiten des Dienstleistungszentrums waren ebenfalls Melanie Backenstraß und Barbara Doll an der Sprungbrett 2011 beteiligt, die gemeinsam mit den Kammern beim Bewerbungsunterlagen-Check die Mappen der jugendlichen Messebesucher gründlich unter die Lupe nahmen und individuelle Tipps und Hilfestellungen zu Form, Inhalt und Vollständigkeit der Unterlagen gaben. Zur offiziellen Messeeröffnung am Freitagvormittag waren Kreishandwerksmeister Hans Ziegle sowie vom Dienstleistungszentrum Handwerk Hauptgeschäftsführer Rainer Lunk und Abteilungsleiterin Katja Gröschel anwesend, die sich im Anschluss an die Eröffnungsveran-staltung vor Ort ein Bild davon machen konnten, wie gut das neue Handwerkszentrum bei den jugendlichen Messebesuchern ankam. Die Vorstände aller beteiligten Innungen, angeführt von ihren Obermeistern, freuten sich über das rege Interesse der Jugendlichen an den vorgestellten Handwerksberufen. Bei dem Vortragsprogramm, das die Ausstellerpräsentationen abrundete, konnten die Besucher an den beiden Messetagen unter annähernd 100 Veranstaltungen auswählen. Fachleute aus den verschiedensten Bereichen informierten zeitgleich in vier Räumen täglich mehr als sechs Stunden über einzelne Berufe oder Studiengänge und gaben Tipps zu Bewerbung, Einstellungstest, Vorstellungsgespräch oder zum Ablauf eines Assessment-Centers. Auch hier war das Handwerk vertreten. Matthias Kemmer von der Kemmer & Hein OHG referierte unter dem Titel „Vom Hauptschulabschluss zum Bachelor - Karrierewege im Handwerk“ über berufliche Weiterbildungs- und Studienmöglichkeiten auf der Grundlage einer handwerklichen Ausbildung. Traditionell war der Freitagvormittag durch den Besuch von zahlreichen Schulklassen aus der Stadt Ludwigshafen sowie der gesamten Metropolregion Rhein-Neckar geprägt. Die Schülerinnen und Schüler, die sich zum großen Teil bereits im Unterricht auf ihren Messebesuch vorbereitet hatten, strebten, ausgerüstet mit einem Laufzettel und dem Auftrag, sich über mindestens fünf verschiedene Ausbildungsberufe sowie deren Voraussetzungen zu informieren, in kleinen Gruppen durch die Messehallen. Anders dann das Bild am Freitagnachmittag und am Samstag. Hier überwogen Jugendliche, die mit ihren Eltern kamen, sich im Vorfeld bereits über einen oder mehrere Ausbildungsberufe informiert hatten und nun die Gelegenheit wahrnahmen, konkrete Fragen und Themen mit den Vertretern der Innungen oder des Dienstleistungszentrums Handwerk zu erörtern. Hier ergaben sich zahlreiche gute Gespräche und viele Jugendliche konnten in ihrem Entschluss, ihre berufliche Karriere auf einer Ausbildung im Handwerk aufzubauen, bestärkt werden. Insgesamt ein positives Fazit, das eine Beteiligung von Innungen, Handwerksbetrieben und dem Dienstleistungszentrum Handwerk an der Sprungbrett-Messe auch im kommenden Jahr erwarten lässt. Das Dienstleistungszentrum dankt hiermit nochmals allen Akteuren, die den erfolgreichen Messeauftritt des Handwerks vor Ort und hinter den Kulissen ermöglicht haben.